Das Leben ist wie eine Seifenblase.
Kaum schimmert es prächtig in allen Farben,
fliegt leicht dahin als wäre es schwerelos
da ist es auch schon zerplatzt.
Und es bleibt nichts außer dem,
was auch vorher schon war.
Sie sind alle Eingesperrte in ihrer Seifenblase.
Gefangene, die sich sicher wägen und nicht ahnen,
wie gefährdet sie sind.
Sie können nicht durch die Seifenblase blicken,
wenngleich sie auch durchsichtig ist.
Denn sie sitzen stets mit dem Rücken zu der Seite,
die nicht von der Sonne geblendet wird.
Einer hat es wohl einmal gewagt, sich umzudrehen.
Er wollte als Erster sehen,
worauf er seinen eigenen Schatten warf.
Daraufhin ist seine Seifenblase geplatzt
und man hat nie wieder von ihm gehört.
Drinnen bauen sie sich Schlösser aus Luft
und schmücken sie eifrig mit gold-schimmerndem Schaum.
Und sie nennen es Reichtum.
Sie bauen Leitern an den dünnen Wänden
bis sie der Sonne so nah sind, dass sie blind werden.
Und sie nennen es Wissenschaft.
Sie denken und erfinden spitze Pfeile,
mit denen sie jene Wände durchschießen können.
Und sie nennen es Fortschritt.
Und sie benutzen diese Pfeile
und zielen auf alles was sie nicht verstehen.
Und sie nennen es Gerechtigkeit.
Sie pflücken aus ihrem Himmel weitere Seifenblasen
und ziehen sich mühsam daran empor.
Und sie nennen es Liebe.
Sie glauben auf der Suche nach der Wahrheit
fest an die Lüge.
Und sie nennen es Lebenssinn.
Und eines Tages hören sie auf,
den Dingen einen Namen zu geben.
Und sie erklären sich gegenseitig für verrückt.
Und dann flehen sie,
Er möge sich ihnen doch endlich zeigen!
Und wenn Er sich zeigt,
ist keines der Dinge mehr da.
Und es bleibt nichts,
außer dem was auch vorher schon war.
Saturday, February 07, 2009
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